Klassenprojekte
Hier sind eine große Zahl von Projekte enthalten, die sowohl von einzelnen Klassen als auch von Gruppen von Klassen durchgeführt wurden.

Das Tempolimit im Ort beträgt eigentlich 50 Kilometer in der Stunde.
Man müsste in eine Zeitmaschine steigen können, um die schönen Dinge der Vergangenheit noch einmal zu erleben. Wer kennt diese Sehnsucht nicht. Leider nicht möglich. Aber man kann schöne Zeiten wieder aufleben lassen und in Erinnerungen schwelgen. Unter diesem Motto haben elf ehemalige Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule im Februar quasi eine Reise zurück in die Schulzeit gemacht. Sie waren zusammen im Ahrntal in Südtirol. Genau dort, wo sie damals immer im Ski-Schullandheim waren.
„Ich war von 1981 bis 1986 in der Sportklasse der Jerg-Ratgeb-Realschule. In dieser Zeit waren wir insgesamt sechsmal im Ski-Schullandheim in Steinhaus", erzählt der Kuppinger Michael Juhasz. Diese jährliche Fahrt gehörte damals zum Profil der Sportklasse, in der acht Stunden Sport pro Woche fest im Stundenplan verankert waren. Wie es so ist, verloren sich die meisten Mitschüler nach und nach aus den Augen.
Dann und wann lief man sich über den Weg. Michael Juhasz zum Beispiel traf vor rund zehn Jahren ganz zufällig Stefan Müller aus Deckenpfronn in einem Herrenberger Baumarkt. Eine Begegnung, die zur Initialzündung wurde. „Wir haben damals gesagt, dass es doch schön wäre, ein Revival auf die Beine zu stellen", sagt Juhasz. Beim ersten Mal konnten Juhasz und Müller einen weiteren ehemaligen Mitschüler zur Mitfahrt motivieren. Seitdem haben sie die Fahrt in unterschiedlicher Besetzung mit Ausnahme der beiden Corona-Jahre jedes Jahr wiederholt.
2026 ist es nun 40 Jahre her, dass man zum ersten Mal gemeinsam in den Bus nach Steinhaus geklettert ist. Damals noch voller Aufregung mit italienischen Lire im Brustbeutel. „Ich habe dort damals zum ersten Mal alleine eingekauft", meint Michael Juhasz mit einem Grinsen. Eine aufregende Sache so weit weg von zu Hause ohne Smartphone, das es damals noch nicht gab. Zum Runden wollten Juhasz und Müller ein paar mehr Mitschüler zusammentrommeln. Elf sind es am Ende geworden. „Von der Originalbesetzung von damals waren sechs dabei", so Juhasz.
Wenn es den Linderhof noch geben würde, dann hätten sie sich vermutlich die Pension von damals als Herberge ausgesucht. Dort steht heute ein Wellness-Ressort — eine Sache für den gut gefüllten Geldbeutel. Aber an vielen anderen Stellen hat sich nicht viel verändert. „Es ist vieles gleich geblieben", findet Stefan Müller. So gibt es zum Beispiel den Steinhaus-Wirt noch immer. Ein perfektes Lokal für die ehemaligen Schüler und Schülerinnen, um Michael Juhasz alte Anekdoten in Erinnerung zu rufen. „Dort trinken wir noch heute Amaretto auf eine ganz besondere Geschichte", erzählt Müller und blickt grinsend zu Michael Juhasz. Das erste Glas zahlt er. Eine Tradition, die vor Jahrzehnten begründet wurde. „Ich bin damals aus dem Schlepplift gefallen", erinnert er sich. „Die Bindung ging auf und der Ski ist im Tiefschnee verschwunden. Die ganze Klasse hat bei der Suche geholfen." Zur Wiedergutmachung musste er am Abend eine Runde Amaretto ausgeben.
"Ich bin damals aus dem Schlepplift gefallen" Michael Juhasz
Solche Erlebnisse sind nicht nur die Verbindung zwischen den Mitschülern von damals, sondern schlagen auch die Brücke zwischen gestern und heute. Streiche' bleiben gut im Gedächtnis. „Vor allem die Mädchen mussten auch im Ski-Schullandheim unbedingt die Schwarzwaldklinik anschauen", erinnert sich Juhasz. Und das zum festen Sendetermin. Streaming war noch in weiter Ferne. „Wir Jungs wollten die Mädchen ärgern und haben die Sicherung für das Fernsehzimmer ausgeschaltet." Es brauchte eine Weile, bis die Mädchen den Halunken auf die Schliche kamen. „Bis dahin war die Sendung schon vorbei."
Mit solchem Schabernack mussten sich die Frauen der Reisegruppe in diesem Jahr nicht herumschlagen. Und im Rahmenprogramm standen auch keine Folgen der längst ausgelaufenen Fernsehserie Schwarzwaldklinik. Die Abende vertrieb man sich über das verlängerte Wochenende unter anderem mit zwei Vorträgen. Per Beamer und Leinwand nahm Sven Ralfs den Rest der Gruppe mit auf seine Kilimandscharo-Tour und Michael Juhasz berichtete von seiner Teilnahme am New-York-Marathon Anfang November vergangenen Jahres. Das Skifahren genossen sie weitestgehend auf jenen Pisten, die sie schon bei der Premiere als Anfänger unsicher gemacht haben. „Diesmal sind wir aber zum ersten Mal auch außerhalb von unserem geliebten Steinhaus gefahren", erzählt Michael Juhasz. „Wir waren auf der spektakulären 'Sella Ronda' unterwegs. Wir haben die Tour am Morgen zu elft in Colfosco gestartet und sind dort am Nachmittag auch wieder zusammen angekommen." Ein tolles Gemeinschaftserlebnis, das am Abend in Steinhaus in der Disco „Hexenkessel" bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Das Wochenende hat wieder ausreichend Geschichten produziert, die man sich in Zukunft erzählen kann. Nur für den Fall, dass man sich zufällig im Baumarkt über den Weg läuft.

Mit einem 3D-Drucker wurden extra Brillen für das Wochenende produziert.
(Artikel erschienen am 07.03.2026 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).
Englisch-Kommunikationstraining durch das d.a.i. Tübingen (09./10.02.2026)
verantwortliche Lehrerin: Katharina Spitzenberger
Im Rahmen der Alternativen Schulwoche (ASW) erhielt die Jahrgangsstufe 10 besonderen Besuch: Der muttersprachliche Sprachtrainer Robert Strain vom d.a.i. (Deutsch-Amerikanisches Institut) kam an unsere Schule, um die Schülerinnen und Schüler optimal auf die bevorstehende Kommunikationsprüfung in Englisch vorzubereiten.
Im Mittelpunkt des Trainings standen praxisnahe Dialoge in englischer Sprache, die sich auf Situationen aus dem Alltagsleben bezogen. Dabei übten die Zehntklässler beispielsweise Gespräche im Restaurant, bei der Jobsuche oder bei Reise- und Urlaubsplanungen. Besonderer Wert wurde auf eine klare Struktur der Gespräche gelegt – vom Einstieg über den Hauptteil bis hin zu einem passenden Abschluss.
Darüber hinaus wurde auch die Sprachmittlung trainiert. Dabei vermittelten die Schülerinnen und Schüler zwischen zwei Gesprächspartnern und übersetzten sinngemäß von einer Sprache in die andere. Diese Form der Kommunikation erfordert nicht nur sprachliche Richtigkeit, sondern auch inhaltliches Verständnis und schnelles Reagieren.
Die Übungsphase war insgesamt sehr gelungen. Die Schülerinnen und Schüler konnten viele wertvolle Tipps mitnehmen, insbesondere im Hinblick auf den strukturierten Aufbau von Gesprächen und ein sicheres Auftreten in Prüfungssituationen.
Ein herzlicher Dank gilt dem Förderverein, der dieses Projekt durch seine freundliche Unterstützung ermöglicht hat.
(Katharina Spitzenberger)
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„Fußball mit Vision“ im Religionsunterricht der zehnten Klassen
verantwortliche Lehrerin: Bettina Braun
Einen etwas anderen Religionsunterricht erlebten am 12. Januar 2026 die zehnten Klassen an der JRS: Manuel Bühler, ehemaliger Fußballprofi und Theologe von „Fußball mit Vision“ war zu Gast im Musiksaal, der mit fast 100 Schülerinnen und Schülern gut gefüllt war.
Zwei Fragen standen in diesen 90 Minuten im Zentrum: "Wofür lohnt es sich zu leben?“ und „Was macht dich wertvoll?" Sehr schülernah und authentisch kam er dazu mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch und berichtete von seinen Erfahrungen im Profisport und wie er in herausfordernden Momenten und bei schwierigen Entscheidungen Halt in seinem Glauben fand. Passend zu den für die 10er anstehenden Prüfungen, ging es auch um den Umgang mit Leistungsdruck und Themen wie „Erfolg haben“ und „Scheitern“.
Gegen Ende der Veranstaltung gab es ein Live-Telefonat mit Sima Suso, der aktuell bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag steht und für die U18 und U19 des DFB einige Spiele bestritten hat. Live in den Musiksaal der JRS zugeschaltet, durften ihm viele Fragen gestellt werden. Zum Mitnehmen gab es am Ende dieses Vormittags für die Reli-Klassen nicht nur sehr wertvolle Impulse zum Weiterdenken, sondern auch, für jeden der wollte, eine signierte „Kicker-Bibel“.
Ein ganz herzliches DANKE an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung!
(Bettina Braun)
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Abschlussfahrt der 10d nach Dresden vom 22. - 26.09.2025
verantwortliche Lehrkraft: Maximilian Glaser
Die Klasse 10D unternahm von Montag bis Freitag eine Klassenfahrt nach Dresden.
Die Fahrt war für alle Schülerinnen und Schüler eine sehr schöne und erlebnisreiche Zeit.
Am Montag reisten wir gemeinsam nach Dresden an.Nach unserer Ankunft bezogen wir die Unterkunft. Diese war angenehm und gut für eine Klassenfahrt geeignet. Die Schülerinnen und Schüler fühlten sich
dort wohl.
In den folgenden Tagen erkundeten wir die Stadt Dresden und ihre vielen Sehenswürdigkeiten. Die Klasse wurde in vier Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bereitete kurze Präsentationen zu bekannten Sehenswürdigkeiten vor. Dazu gehörten der Goldene Reiter, die Frauenkirche, die Semperoper, das Grüne Gewölbe und die Brühlsche Terrasse. Die Präsentationen wurden während der Stadterkundungen gehalten. So konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen erweitern und gleichzeitig das Präsentieren üben.
Neben den Präsentationen blieb genügend Zeit, um die Stadt gemeinsam zu entdecken. Die Klassenfahrt stärkte den Zusammenhalt der Klasse und sorgte für viele positive gemeinsame Erlebnisse.
Die Unterkunft war insgesamt angenehm. Das Frühstück am Morgen war lecker, jedoch nicht sehr abwechslungsreich. Trotzdem war es ausreichend und gab allen genug Energie für den Tag. Am Freitag traten wir die Rückreise an. Insgesamt war die Klassenfahrt sehr gelungen und wird der Klasse 10D in guter Erinnerung bleiben.
Wir bedanken uns herzlich beim Förderverein für die finanzielle Unterstützung, die unsere Klassenfahrt erleichtert und einen wichtigen Beitrag zum Gelingen geleistet hat.
(Maximilian Glaser und die Klasse 10d)
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Nach einer Einführung dürfen sich Schüler in dem Discover Industrie Truck an ein eigenes Projekt setzen. GB-Foto: Holom
Auf dem Schulhof der Jerg-Ratgeb-Realschule in Herrenberg parkt ein riesiger Lkw. Der Koloss ist mit einem zweistöckigen Container-Konstrukt beladen und sieht schon von außen ziemlich eindrucksvoll aus. Doch das ist kein Vergleich zu seinem Inneren, das mit mehreren Bildschirmen ausgestattet ist. Hinter einer Plexiglasscheibe befindet sich ein kleines Fließband, auf dem man Dosen befüllen und beschriften kann, hinter einer weiteren Scheibe ist ein Roboterarm zu sehen. Mit den richtigen Koordinaten kann man diesen zu vorgegebenen Markierungen bewegen. „Das ist angewandte Mathematik", erklärt Kathrin Graw, die den Discover Industrie Truck am gestrigen Montag, 26. Januar, zusammen mit Coach Marco Umstätter betreut.
Der Discover Industrie Truck ist ein Projekt des baden-württembergischen Bildungsnetzwerks „Coaching4Future". Jedes Jahr tourt der Lkw durch das ganze Bundesland und macht an verschiedenen Schulen Halt. Ziel ist es, Schülern zu zeigen, welche Karrieremöglichkeiten die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bieten. Die Stationen, die man im Inneren sieht, sind natürlich nicht zufällig gewählt. „Hier sind fünf Schritte dargestellt, die man braucht, um ein Produkt herzustellen", erklärt Marco Umstätter. Neben dem genannten Fließband und dem Robotik-Experiment gibt es zum Beispiel auch die Station „Konstruktion und Design". Dort geht es um die Visualisierung von Projektideen mit Hilfe eines echten 3D-Scanners. Einen Schritt weiter können die Schüler mit Hilfe eines 3D-Druckers einen Schlüsselanhänger herstel-len. Auch das Thema „Virtual Reality" ist im Truck vertreten. Die Schüler können sich eine VR-Brille aufsetzen und in einer virtuellen Umgebung Bauteile an einen Motor montieren.
Da die Stationen oft nur von einer Person genutzt werden können, befinden sich im Truck außerdem noch ein paar kleinere Zwischenwände mit weiteren AR-Anwendungen oder Knobelspielen. Für die 8. Klassen der JRS sind die Workshops ein echtes Highlight. Nach der Einführung in das Basismodell dürfen sich die Schüler an ein eigenes Projekt setzen. Die Kids werden in Gruppen aufgeteilt und sollen mit einem digitalen Programm jeweils einen Fidget Spinner designen. Marco Umstätter zeigt ihnen Schritt für Schritt, wie das funktioniert. Die beiden Coaches sind mit der Leistung der Klasse recht zufrieden. „Es gibt natürlich immer welche, die nicht ganz so interessiert sind", sagt Marco Umstätter. „Aber im Großen und Ganzen kommen die Themen gut an."
"Im Großen und Ganzen kommen die Themen gut an"
Marco Umstätter
Organisiert wurde der Besuch des Discover Industry Trucks von Sigrid Steck, die an der JRS für die Berufsorientierung zuständig ist. Da in diesem Jahr noch Kapazitäten frei waren, dürfen sogar Klassen aus der Vogt-Heß-Schule und dem Andreae-Gymnasium Workshops besuchen. „Wir haben an der JRS viele Schüler, die an den MINT-Fächern interessiert sind und das Fach Technik als Hauptfach gewählt haben", sagt Sigrid Steck. Mit Projekten wie dem Discover Industry Truck wolle die Schule aber auch diejenigen erreichen, die mit Naturwissenschaft und Technik eigentlich nicht so viel anfangen können.
Dass der Truck speziell für die 8. Klassen beordert wurde, hat ebenfalls einen Grund: In diesen Stufen beginnt nämlich das Thema Berufsorientierung. Am Ende des Schuljahres müssen die Achtklässler ein erstes Praktikum absolvieren. „Wir haben die Hoffnung, dass der Truck den Schülern ein paar Ideen für eine Praktikumsstelle liefert", verrät Sigrid Steck. Der MINT-Bereich ist nämlich unheimlich vielseitig. Und vor allem zukunftssicher. „Speziell in der Industrie gibt es viele gute Jobs und viel ungenutztes Potenzial", weiß Marco Umstätter. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich ein Interesse für naturwissenschaftliche Fächer lohnt.
„Die MINT-Fächer können einem dabei helfen, die ganze Welt zugänglicher zu machen und zu erklären", sagt Katrin Graw. Außerdem befasse sich dieser Bereich mit Themen wie KI oder Robotik, an denen in Zukunft niemand vorbeikommt. „Es lohnt sich", so Graw, „sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen."
(Artikel erschienen am 27.01.2026 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).
Bericht über das Schullandheim in Eglofs im Allgäu
betreuende Lehrkräfte: Martina Katz, Chirstopher Gediz
Vom 30.6.25 bis zum 4.7.25 verbrachte die Klasse 7a ihr Schullandheim in Eglofs im Allgäu.
Am Montagmorgen machten wir uns bei bestem Wetter mit der Bahn auf den Weg nach Eglofs im Allgäu. Wir erreichten unser Ziel am frühen Nachmittag und bezogen bald unsere Hütten auf dem Gelände.
Wir freuten uns auf ein abwechslungsreiches Programm:
Sport und Spiel auf dem weitläufigen Gelände des Feriendorfs, eine Naturrally, ein Tagesauflug zur Sommerrodelbahn „Alpsee-Coaster“ und dem Wakeboard/Wasserskipark auf dem Inselsee, Floßbau beim Moorbad und ein Ausflug nach Isny mit Fotorally und Freizeit. Ein Lagerfeuer am Ende des Schullandheims durfte natürlich auch nicht fehlen.
Am Freitagmorgen machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Heimat. Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen kehrten wir nach einer erlebnisreichen Woche nach Hause zurück.
(Martina Katz)
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Bericht über das Schullandheim in Eglofs im Allgäu
betreuende Lehrkräfte: Dominik Kirgis, Martin Struebin
Vom 15.09. bis zum 19.09. verbrachten die Klassen 8b und 8d ein Schullandheim in Eglofs im Allgäu.Die Woche war abwechslungsreich gestaltet und bot viele spannende und lustige Erlebnisse.
Nach der Anreise am 15.09. bezogen die Schülerinnen und Schüler ihre Unterkunft und erkundeten die Umgebung. Am Abend startete das bunte Abendprogramm mit Sport, Spielen und gemeinsamen Aktivitäten, das für viel gute Laune sorgte.
Am 16.09. fand das Floßbau-Projekt am Moorbad statt. Verschiedene Teams bauten eigenständig Floße aus Schläuchen von LKW-Reifen, Spanngurten und Brettern. Anschließend traten die Floße in Wettbewerben auf dem Wasser gegeneinander an – bei nur 15 Grad Außentemperatur, was den Spaßfaktor aber keineswegs minderte. Der Tag war voller Action, Teamwork und Gelächter.
Der 17.09. war ebenso ereignisreich. Zunächst fuhren die Klassen mit dem Bus nach Isny, um eine Minigolfanlage zu besuchen. Danach hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt zu erkunden.
Am folgenden Donnerstag ging es nach Wangen im Allgäu, wo im Kino in einer Sondervorstellung „Das Kanu des Manitu“ geschaut wurde und im Anschluss ein Stadtbummel stattfand.
An den Abenden rundeten Sport, Spiele und ein Lagerfeuer das Programm ab, bei dem alle zusammenkamen und die Tage gemütlich ausklingen ließen.
Am 19.09. traten die Klassen schließlich die Abreise an. Das Schullandheim in Eglofs war eine gelungene Woche voller Abenteuer, Spaß und gemeinsamer Aktivitäten, die den Zusammenhalt der Klassen 8d und 8b spürbar stärkte.
(Dominik Kirgis)
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Die Schüler sahen sofort das Ergebnis ihres Engagements. GB-Foto: gb.
Auf einem privaten Waldstück in Öschelbronn fand eine erfolgreiche Wiederaufforstungsaktion statt. Trotz niedriger Temperaturen nutzten 29 Schüler der Klasse 7c der Jerg-Ratgeb-Realschule aus Herrenberg die frostfreien Bodenverhältnisse, um gemeinsam mit ihrer Lehrerin Hannah Heldmaier, zwei begleitenden Großvätern, dem Waldbesitzer und dem vierköpfigen Team der gemeinnützigen myreforest gGmbH eine 0,2 Hektar große Fläche neu zu bepflanzen.
Das Areal war erst im Herbst geräumt worden, nachdem Trockenheit, Sturm und Borkenkäferbefall den Altbestand massiv geschädigt hatten. Nur einzelne Fichten am Rand zeugen noch vom früheren Wald. Zur besseren Orientierung markierte der Waldbesitzer die neuen Pflanzreihen mit Schnur und die Pflanzabstände mit Forstfarbe.
Die Jugendlichen erreichten gut gelaunt die Fläche; auch ein Geburtstagskind war unter ihnen und bekam zu Beginn ein Ständchen. Vor dem Pflanzen erhielten alle eine Einführung in das Ökosystem Wald. Ihnen war bewusst, welche zentrale Rolle der Wald hat - als Lebensraum für Tier und Pflanzen, Wasserspeicher, Sauerstoffproduzenten, Erholungsraum für Menschen und Schutz vor Erosion und Extremwettern. Besonders beeindruckte sie, wie lange es dauert, bis Bäume auf 30 bis 50 Meter heranwachsen.
„Wir bepflanzen dieses Waldstück für eure Kinder und Enkelkinder"
Ole Struppert
„Wir bepflanzen dieses Waldstück für eure Kinder und Enkelkinder", erklärte Ole Struppert vom myreforest-Team und erklärte anschaulich, wie die Pflanzen in die Erde gebracht werden - und auf was dabei zu achten ist. Lehrerin Heldmaier hatte sich bereits im Vorjahr für ein Aufforstungsprojekt beworben. 2024 wurden allerdings ältere Klassen berücksichtigt, die in Bondorf 1000 Bäume pflanzten - mit einer Anwuchsquote von beeindruckenden 95 Prozent. „Die diesjährige Bewerbung kam genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt Projektleiterin Sigrun Koptisch. „Für Öschelbronn suchten wir eine Schulklasse, nachdem ein geplantes Firmen-Event nicht stattfinden konnte." Die Arbeit von myreforest ist vollständig spendenfinanziert. Die Organisation bringt Waldbesitzer, Forstleute, Unterstützer und Freiwillige zusammen und organisiert Aufforstungen im Rahmen von Team-Events sowie Schul-und Freiwilligenprojekten. Die Cordes & Graefe-Stiftung aus Bremen ermöglichte die Aktion mit einer zweckgebundenen Spende für Naturprojekte mit Kindern.
Trotz der Kälte arbeiteten die Jugendlichen hochmotiviert. In Zweier-Teams setzten sie die Pflanzen sorgfältig in die markierten Reihen, immer ordentlich auf die gleiche Seite. Mit Wiedehopfhauen und Spaten gruben sie tiefe Löcher und setzten Stieleiche, Rotbuche und Douglasie hinein. Anschließend lockerten sie die Erde, traten sie vorsichtig an und brachten den Verbiss-und Fegeschutz an, um die jungen Bäume vor Reh- und Rotwild zu schützen.
Für Projektleiterin Sigrun Koptisch war der Tag ein Erfolg: „Für die Kinder ist das ein wunderbares Erlebnis. Sie sehen sofort das Ergebnis ihres Tuns - das motiviert sie. Wir freuen uns, wenn sie später mit ihren Eltern die Fläche besuchen und sagen können: 'Hier habe ich mitgeholfen'."
Heldmaier betont: „Die Möglichkeit, der Zugang zur Natur und vor allem dem Wald zu bekommen, war ganz toll für uns. Die Betreuung durch das myreforest-Team war von Anfang an freundlich und verbindlich. Erst vor Ort sieht man, wie viel Material und Vorbereitung nötig sind, diese Aktion umzusetzen. Die Schüler haben gelernt, wie man einen Baum richtig pflanzt. Sie hatten Spaß - und ich bin stolz, dass wir gemeinsam alle 400 Bäume gesetzt haben."
In nur drei Stunden waren die Pflanzarbeiten abgeschlossen. Als Stärkung spendierte der Waldbesitzer eine warme Gemüsesuppe und Würstchen. Beim gemeinsamen Essen nutzten alle Beteiligten die Gelegenheit zum Austausch.
Nach der Stärkung machten sich die Schüler zu Fuß und anschließend per Bus auf den Rückweg. Das gemeinsame Erlebnis stärkte ihr Umweltbewusstsein, den Teamgeist und vermittelte ihnen einen realistischen Eindruck davon, wie anspruchsvoll und gleichzeitig lohnend körperliche Arbeit in der Natur sein kann. Als Erinnerung gab es für die Schüler eine Urkunde. -gb-
(Artikel erschienen am 09.12.2025 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).















