Schulprojekte

Hier sind Projekte aufgeführt, die nicht einzelnen Klassen oder Fachbereichen zugeordnet sind, sondern eher für die gesamte Schule gelten.

 

Bericht über die Handmade AG an der JRS- Herrenberg

verantwortliche Lehrerin: Heidrun Heckerr

Entstehung des Projektes:
Über Jahre ist der liebevoll gestaltete Schulgarten an der JRS stark verwildert, seitdem Eva Rebmann im Ruhestand ist. Meterhohes Unkraut, zugewachsene Wege und Gartentore und  hoch gewachsenen Bäume entlang des Zaunes prägten das Bild des einst als Nutzgarten angelegten Gartens. Zwar wurde in der Zwischenzeit eine Kräuterspirale angelegt, die war aber leider auch schon ganz verfallen und die Pflanzen hatten keine Chance in der Spirale zu überleben, weil die Steine ohne Erde aufgeschichtet worden sind. 
Nach Rücksprache mit der Schulleitung stellte ich mich der Aufgabe, den Garten wieder neu zu beleben. So entstand die Idee eine AG zu gründen. 
Zunächst mussten Schüler für die AG gefunden werden. Ich erstellte einen Flyer, nannte die AG Handmade AG und bewarb die AG in allen Klassen der Jahrgangsstufenn 5-7.  (Der Flyer ist im Anhang zu finden).
Über 40 Schüler aus 12 Klassen haben sich dann angemeldet.

Was bisher geschah:
 Nun konnte es losgehen. Die Schüler wurden wegen der hohen Anzahl in 3 Gruppen eingeteilt. An 3 Tagen in den 2. großen Pausen konnten die Schüler sich nun im Garten  einbringen um zunächst vor allem Unkraut zu jäten. Zusätzliche Donnerstage und Freitage aber auch Samstage waren notwendig, um den Garten vom Unkraut zu befreien. Manche Schüler waren sehr engagiert, anderen wiederum war das dann doch zu schmutzig und sie meldeten sich dann von der AG wieder ab. Im Moment ist nun eine Gruppe von ca. 30 Schülern noch tatkräftig dabei. 
Ein Schüler brachte eine Elektrosense mit und befreite den Garten vom meterhohen Unkraut.
Das Unkraut hat dankenswerterweise die Stadt Herrenberg in einem großen Container abgeholt (der Container war sehr voll!!!!). Die Kräuterspirale wurde auch abgebaut und die Steine am Gartenhaus zwischengelagert. Als der Garten einigermaßen ordentlich aussah, kaufte ich einen gebrauchten Rasenmäher. Im Herbst konnte der Garten dann gemäht werden. 
Bisher wurde ein großes Kräuterbeet angelegt. Mit den Kräutern sollen Salze und Duftkissen angefertigt werden, die dann verkauft werden können. Um die Verunkrautung in Grenzen zu halten, ist das gesamte Beet mit Folie bedeckt. Die Folie dafür wurde von Rose Bahlinger gespendet. Die Stadt Herrenberg hat zur Abdeckung dieses Beetes einen Container voll Hackschnitzel unentgeltlich geliefert! Ich habe 100 Pflanzen Himbeeren und über 100 Pflanzen Erdbeeren gekauft. Diese sind gepflanzt und Schüler planen gerade die weitere Gestaltung des Gartens. Es ist angedacht beim Obst- und Gartenbauverein anzufragen, ob Obstbaumspenden möglich sind.  In der Planung ist auch Heilpflanzen anzubauen und diese  getrocknet zu verkaufen.
Die Schüler engagierten sich in hohem Maße. Das war sehr erfreulich und ich finde diese Tatsache sehr bemerkenswert!

Zukunftsvisionen
Sinnvoll wäre es, wenn jeder Schüler ein eigenes Hochbeet hätte, welches  er betreut.
Die Schüler hätten sehr gerne noch Sitzecken aus Paletten und Hochbeete gebaut. Dazu wäre allerdings ein Techniklehrer oder eine Person, die Zugriff zu den Werkzeugen hat, erforderlich. 
Homemade Aktionen:
Um dem Namen Handmade AG gerecht zu werden, wurden auch Nachmittage in der Küche angeboten. Da wurden Apfelringe getrocknet und Quittengelee gemacht. Im Dezember stellten wir dann noch Vogelfutter aus Rindertalg und verschiedenen Samen her. Das Vogelfutter hängt im Schulgarten auf selbstgebauten Dreiecksständern. 
Unterstützung:
Eva Rebmann hat uns 8 Stunden lang tatkräftig unterstützt.
Aktueller Stand:
Im Moment ruht die AG, weil ich leider meinen Oberarmschaftknochen gebrochen habe. Aber im Frühjahr werden wird es weiter gehen. Die Schüler können mehrere Jahre in der AG bleiben. Das finde ich so sinnvoll, weil sich ein paar Schüler so sehr eingebracht haben, und sie somit auch die Ernte mit bekommen können. 
Problematik:
Leider kann man nicht mehr mit einem Traktor in den Garten fahren, weil ein neuer Baum in ein Wiesenstück gepflanzt wurde und den Weg zum Garten versperrt. Darum finde ich sind Hochbeete und Wiesenflächen mit Heilkräuterinseln sinnvoll. 

Ausgaben:
Bislang wurden 476 € aus den bereitgestellten Mitteln des Fördervereins ausgegeben. Im Frühjahr sollten noch einige Pflanzen gekauft werden. Falls wir Hochbeete anlegen, müsste dafür auch über weitere Fördermittel nachgedacht werden.

(Heidrun Hecker)

 

Erschwerte Jahre
 
Herrenberg: Jerg-Ratgeb-Realschule verabschiedet 106 Absolventen und zeichnet Jahrgangsbeste aus.
 
Gäubote Herrenberg, 21.07.2022
 

Die drei Schulbesten (von links): Emily Mayer (1,3), Melina Schilt (1,0) und Ronja Seifried (1,2).   GB-Foto: gb

106 Absolventen der Jerg-Ratgeb-Realschule feierten in der Markweghalle ihren Abschluss und nahmen ihre Abschlusszeugnisse in Empfang. Auch der diesjährige Abschlussjahrgang habe bewiesen, dass unter den erschwerten Umständen der letzten Jahre tolle Leistungen und Prüfungsergebnisse erbracht werden können.

Einige Absolventen hatten besonderen Grund zur Freude, denn im Rahmen der Zeugnisfeier konnten durch die Klassenleitungen und die Schulleitung 30 Belobigungen und 26 Preise überreicht werden. Eine Belobigung gab es außerdem unter den elf Absolventen der Hauptschulabschlussprüfung an der Realschule.

Traumnote von 1,0
für Melina Schilf


Besondere Erwähnung verdienen die drei Schulbesten Emily Mayer (1,3), Ronja Seifried (1,2) und insbesondere Melina Schill, die einen Traumabschluss mit der Note 1,0 erreicht hat!

Die Realschulabschlussprüfung haben nun folgende Schüler bestanden: Rümeysa Akkaya, Zehra Aksu, Vanessa Arlt, Süeda Arslano, Maria Athanasiadou, Eleni Athanasiadou, Reyhan Bahadir, Luca Baier, Jason Bartha, Travis Bez, Johanna Bleiholder, Leonie Bodamer, Lilly Bräuning, David Brösamle, Tim Bruckner, Mona Burger, Timo Bürkle, Christoph Buske, Efe Dallac, Wiktor De Melo Coelho Cardo, Nele Deisinger, Melisa Ertugrul, Mona Eulenfeld, Jona Feil, Elisabeth Ferch, Selina Fix, Duncan Garrido Diaz, Jana Haag, Seline Hafner, Louis Held, Lea Heuser, Maximilian Javor, Valentino Jugel, Mirjana Kaiser, Sofie Kaiser, Nick Keuler, Gizem-Dicle Kirnik, Sascha Klenk, Marius Kleß, Anouk Kollat, Claudio Krug, Colin Kugel, Aaliyah-Celine Kußmaul, Eric Laisd, Carl Magnus Lau, Florian Ludwig, Joscha Lutz, Cristian Materazzi, Emily Mayer, Moritz Mayer, Paula Mayer, Thorben Meister, Mika Meixner, Klara Melchinger, Akbar Mohammad, Vanessa Müller, Fabian Muskat, Jessica Nüßle, Selin Okur, Eren Öner, Nelly Ottmar, Sonja Peter, Lilly Peter, Johnson Reisinger, Harrison Reisinger, Mara Romer, Luka Ruff, Eren Sahinoglu, Nico Schiffer, Melina Schill, Arnika Schmid, Tim Schneider, Milena Schöll, Oliver Schon, Mara Schröder, Finja Schuller, Marlon Seeger, Erik Seifried, Ronja Seifried, Elanur Serinken, Leonie Speer, Marcel Stöffler, Lara Stucke, Ole Vischer, Max Wacker, Lasse  Weber, Jannik Widmaier, Mariella Wolfer, Noemi Wypchlo, Marius Zimmermann.

Die Hauptschulabschlussprüfung haben jetzt folgende Schüler in der Tasche: Efekan Barut, Eda Cakici, Arda Cirpan, Ege Cirpan, Marko Danic, Ceyda Gelic, Mowhamad Helani, Jan-Lasse Kockott, Lionel Lamade, Julian Strähler.

(Artikel erschienen am 21.07.2022 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

3D-Drucker – MakerSpace geht voran

verantwortlicher Lehrer: Johannes Hilscher

Der Fachbereich Technik hat dank der großzügigen Spende des Fördervereins die Möglichkeit ergriffen und einen 3D-Drucker der Firma Ultimaker angeschafft. Hierdurch erhoffen sich die Lehrkräfte den Schülern einen Einblick in moderne Fertigungsmethoden zu geben. Ein Schritt weiter zum Ziel ein großzügiges MakerSpace an der JRS aufzubauen.

(Johannes Hilscher)

 

Pausenspiele

verantwortliche Betreuerin: Rose Bahlinger

Bisher gab es an der JRS eine große Spielkiste für alle Schüler. Aufgrund der neuen Abstands- und Hygienregeln, konnte diese nicht mehr genutzt werden, eine neue Idee musste her!

Das Material aus der Spielkiste wurde aufgeteilt um damit 8 große Einkaufstaschen zu befüllen. Jede dieser Taschen gehört einer Klasse, alle Spielmaterialien sind beschriftet.  Auch eine Anleitung für Spiel ohne Material (aber mit Abstand!) ist dabei.

Alle Klassen 5 und 6 treffen sich auf dem „roten Platz“, dem Sportplatz und bringen ihre Tasche mit, die Verantwortlichen sorgen dafür, dass alles wieder eingesammelt und in die Klasse zurückgebracht wird.

Wer in den beiden großen Pausen über den Platz schaut, kann sich an den spielenden Kindern freuen, Federball, Gummitwist und Hüpfseile, Indiaca und Softbälle werden gerne genutzt.

Auch das Aufräumen funktioniert recht gut, manchmal muss ein Ball oder ein Federball gesucht werden, ein Hüpfseil eingefordert werden, dann kommen die Verantwortlichen deshalb auch zu spät in den Unterricht.

Insgesamt ist es ein wirklicher Erfolg und eine Bereicherung.

Vielen Dank an den Förderverein der dieses Projekt gefördert hat und für die tolle Ausstattung der Taschen möglich gemacht hat.

(Rose Bahlinger, Schulsozialarbeit)

 

Mehr als bloß Noten
 
Herrenberg: Absolventen der Jerg-Ratgeb-Relaschule
 
Gäubote Herrenberg, 28.07.2021
 

Besonders erfolgreich mit einem Schnitt von 1,2 waren (von links): Lea Henschel,
Tillman Sarnowski und Sascha Marhold    GB-Foto: gb

116 Absolventen der Jerg-Ratgeb-Realschule haben am Freitag in klasseninternen Zeugnisfeiern ihr Abschlusszeugnis überreicht bekommen und ihre Realschulzeit damit offiziell beendet. Wie auch im letzten Jahr, durfte pandemiebedingt die traditionelle, große Abschlussfeier in der Markweghalle nicht stattfinden. Immerhin konnten in diesem Jahr die Eltern der Absolventen mit dabei sein.

Der Abschlussjahrgang 2021 war der erste Jahrgang, der trotz aller coronabedingten Turbulenzen und Unwegbarkeiten dieses Schuljahrs die neue Relaschulabschlussprüfung mit vier schriftlichen Prüfungen und veränderten Prüfungsformen absolvierte. In den Abschlusszeugnissen dieses Jahrgangs stecken außer den fachlichen Leistungen vor allen Dingen aber auch Qualitäten und Fähigkeiten, die besonders dieser Jahrgang in diesem schwierigen und außergewöhnlichen Abschlussjahr unter Beweis stellen musste.

Jahrgangsbeste mit Notenschnitt von 1,2

26 Belobigungen und 35 Preise konnten im Rahmen der Zeugnisfeiern durch die Klassenleitungen und die Schulleitung überreicht werden. Besonders erfolgreich waren dabei Lea Henschel, Sascha Marhold und Tillman Sarnowski, die einen Durchschnitt von 1,2 erreichten. Belobigungen und einen Preis gab es außerdem unter den 15 Absolventen der Hauptschulabschlussprüfung an der Realschule, die ihre Schulzeit auch erfolgreich abschlossen.

Die Realschulabschlussprüfung haben bestanden: Niklas Abt, Emilia Adamo, Thomas Ahl, Ahmet Arda Ataseven, Azrahan Ay, Alina Azemi, Lisa Bauer, Julius Bauer, Maya Bayer, Carl Binder, Lucca Boog, Jan Brandenburger, Helen Ida Luzie Bühler,  Enes Cetin, Mehmed Cobanci, Alisa Danic, Luis Dettling, Fee Donoval, Emma Dörner, Timo Dukic, Muhammet Fatih Eker, Julian Emck, Ataol Evren, Tamara Feichtinger, Justin Feil, Lennart Felske, Sarah Fischer, Theo Förster, Louis Fortenbacher, Hannes Fouquet, Lara Gagstätter, Arda Girenizli, Alexander Gläß, Jonas Gregor, Jennifer Haller, David Hanselmann, Nelly Harting, Jakoba Hartwig, Lucie Haustein, Ibrahim Haybat, Mehmet Eren Haybat, Nils Heine, Madeleine Henne, Lea Henschel, Gabriel Herz, Jessica Hogh, Jessica Hopp, Medina Imeri, Kürsat Isik, Maximilian Jäger, Annabell Junger, Nicolas Kaminski, Rasmus Kästner, Jule Kempf, Jannis Kienzle, Joenna Klassen, Phillip Klose, Julian Koch, Hatice Kocyigit, Tobias Koschig, Luis Krohlow, Lea Kufer, Benjamin Lang, Ersel Lekesiz, Moritz Leonhardt, Sascha Marhold, Sissy Marquardt, Maxime-Noah Marquardt, Marvin Mayer, Matthias Mergel, Marlene Michanickl, Olivia Müller, Nancy Nafin, Eylül Nalbant, Stacy Njenga, Lukas Nüßle, Leo Ostertag, Ahmet Öztürk, Rafail Petridis, Taylan Polat, Anna-Maria Ravidà, Daniel Renschler, Pauline Röhlich-Mnisri, Annalena Sandkuhl, Tillman Sarnowski, Jasmin Schneider, Filippa Scholz, Sira Schultheiß, Celine Schütz, Dana Schwab, Tim Secci, Oliver Seewald, Timo Seid, Sina Seipel, Marion Senghaas, Levin Spieß, Nico Staude, Ronja Stauß, Lea Steinborn, Moritz Stotz, Maya Vogel, Henrik Waldenmaier, Jannis Watermann, Tobias Weisse-Müller, Raphael Wörner, Patrick Zatti.

Die Hauptschulabschlussprüfung haben bestanden: Ayse Akdogan, Isha Bashir, Melina Cavus, Ilyas Eski, Mario Fischer, Lia Kaiser, Havvanur Kocyigit, Oliver Kraft, Lilian Mößner, Fethi Faruk Padubrin, Robert Penga, Anton Riedel, Nils Lukas Röhm.

(Artikel erschienen am 28.07.2021 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

Gesundheit ist mehr als eine Nicht-Krankheit
 
Herrenberg: Zehntklässler der Ratgeb-Realschule befragen den Start-up-Gründer Tim Rühle
 
von Angela Baum, Gäubote Herrenberg, 08.07.2021
 
Im Rahmen des Programms „Start-up BW@school" des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg diskutierte der Herrenberger Jungunternehmer Tim Rühle mit Zehntklässlern der Jerg-Ratgeb-Realschule.

Tim Rühle stand den Zehntklässlern Rede und Antwort                                                        GB-Foto: Holom

„Man muss früh beginnen, um Schüler für das Thema Firmengründung und Start-up zu sensibilisieren", meint Barbara Burkhardt-Reich von der Geschäftsleitung der Steinbeis-Zentren und der Unternehmensentwicklung der Hochschule Pforzheim, das für die Umsetzung und Betreuung des Programms „Start-up BW@school" zuständig ist. Ziel der Begegnungen zwischen jungen Firmengründern und den Schülern ist es, Selbstständigkeit und Firmengründung als eine mögliche Alternative in der beruflichen Laufbahn wahrzunehmen. Dazu sei ein „lebendiger Austausch zwischen den Schülern und den Firmengründern wichtig", so Barbara Burkhardt-Reich. Dass die jungen Firmengründer und die Schüler zusammenkommen, dafür sorgen die Mitarbeiter von „Start-up BW Young Talents". In einer Datenbank sind viele Start-ups und junge Gründer gelistet, die sich für Gespräche mit Schülern zur Verfügung stellen.

"Dort habe ich gemerkt, mit wie wenig man im Leben auskommen kann"
Tim Rühle über sein Jahr in Südafrika


Das „Matching" machen die Mitarbeiter von Start-up BW Young Talents. Barbara Burkhardt-Reich etwa, die in Herrenberg geboren ist, besuchte früher selbst einmal die Jerg-Ratgeb-Realschule und kennt auch den jungen Firmengründer Tim Rühle. Er ist in Herrenberg kein Unbekannter mehr, seitdem er mit seinem Unternehmen „Fit & Fröhlich" durchstartete. Vor eineinhalb Jahren habe er erstmals von Start-up BW gehört und dann auch gleich eine Bewerbung abgeschickt, berichtete Tim Rühle im Gespräch mit den Schülern. Er freue sich, dass er in seiner Heimatstadt Herrenberg in Kontakt mit Schülern kommen kann. „Das Interview mit euch ist eine tolle Wertschätzung mir gegenüber", freute er sich. Die Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Jerg-Ratgeb-Realschule fühlten Tim Rühle eineinhalb  Stunden lang auf den Zahn, hinterfragten seine während der Corona-Pandemie geborene Geschäftsidee und wollten auch wissen, was sein Unternehmen so monatlich abwirft. Lehrerin Larissa Laib hielt sich während des Interviews im Hintergrund und überließ den Jugendlichen das Steuer. Diese hatten sich anhand eines Workbooks auf den Vormittag mit Tim Rühle vorbereitet, das sie von Start-up BW Young Talents zur Verfügung gestellt bekamen. Barbara Burkhardt-Reich erklärte im Gespräch mit dem „Gäubote", dass die Begegnungen zwischen Unternehmensgründern und Schülern nicht zuletzt dazu dienen sollen, dass junge Menschen aufgefordert werden, in  Baden-Württemberg eine Firma zu gründen. „Man muss früh damit beginnen, junge Leute mit der Idee einer Firmengründung vertraut zu machen", sagt Barbara Rühle.

Beim Interview merkte man den Fragen der Schüler an, dass sie sich tief in die Materie hineingearbeitet hatten. Nicht nur der Lockdown kam zur Sprache, auch die Vorgespräche mit der Industrie- und Handelskammer und mit Banken, die Tim Rühle geführt hatte. Tim Rühle beschrieb den langen Weg von der Geschäftsidee bis hin zur Umsetzung. Auch wo er sich in 20 Jahren sieht, verriet er den jungen Leuten. „Ich könnte mir vorstellen, dass ich das Konzept an Franchisenehmer verkaufe und so ein Stück Unabhängigkeit gewinne." Er habe früher auch schon als ganz normaler Arbeitnehmer gearbeitet und gemerkt, „ dass ein sicheres Arbeitsverhältnis zwar Planungssicherheit gibt, aber für mich heute nicht mehr infrage kommt". Seine Idee mit der Firmengründung sei „über Jahre gereift" und habe ihm auch etliche schlaflose Nächte bereitet. Doch mit Gründungsberatung etwa von der IHK oder den Senioren der Wirtschaft habe er diese schwierige Gründungsphase gemeistert. Tim Rühle schätzt, dass er 50 bis 60 Stunden pro Woche arbeitet, „dies ist der Grundstein meines Unternehmens". Zum Schluss führt er aus, dass er ein Jahr in Südafrika gelebt hat: „Dort habe ich meinen Lebensstandard extrem heruntergeschraubt und gemerkt, mit wie wenig man im Leben auskommen kann." Heute weiß er auch, dass Fitness und Gesundheit mehr sind als Abwesenheit von Krankheit. „Gesundheit ist alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts." Er komme aus dem Sportsektor, absolvierte dreimal den Iron Man, spielte Fußball. Daher will er Fitnessprozesse seiner Kunden begleiten. Er selbst fährt viel Rad und lässt sein Auto meist in der Garage stehen.

(Artikel erschienen am 08.07.2021 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

Schnitzeljagd der etwas anderen Art
 
Herrenberg: Escape Spiel lädt bis 30. Juni Hobby-Detektive in der Innenstadt zum Rätsellösen ein
 
von Jenny Schwartz, Gäubote Herrenberg, 07.06.2021
 
Seit einigen Tagen treibt Mrs. X ihr Unwesen in der Herrenberger Innenstadt, hat an verschiedenen Punkten Hinweise auf ihren perfiden Plan verteilt. Wer der Sache nachgehen möchte, hat bis zum 30. Juni Zeit, sich an das Suchspiel zu wagen, das die Herrenberger Sozialarbeiter gemeinsam organisiert haben.

Marina Bahnmüller (links) mit Teilnehmern bei einer der Stationen auf dem Marktplatz        GB-Foto: Holom

 

 

Wer ist die mysteriöse Mrs. X? Und was hat sie vor? Nur ein Graffiti-Bild mit einem bunten „Mrs. X" deutet darauf hin, dass in Herrenberg etwas im Gange ist. Das ist zwar zum Einstieg nicht allzu viel Information, doch dafür können Jugendliche und Junggebliebene selbst zu Detektiven werden. In den Schaufenstern der Herrenberger Innenstadt sind nämlich bis zum 30. Juni einige Hinweise versteckt, die über kurz oder lang zum Ziel führen. Damit man nicht völlig planlos loszieht, kann man zum Beispiel auf der Homepage des Fördervereins der Jerg-Ratgeb-Schule oder des Jugendhauses einen Stadtplan herunterladen, auf dem die ersten Punkte markiert sind. Möglicher Start ist zum Beispiel das Hotel Hasen, der Marktplatz oder das Modehaus Zinser. Die Hinweise befinden sich dazwischen in verschiedenen Schaufenstern. Hat man alle Hinweise gefunden, führt ein QR-Code, der sich ebenfalls auf dem Stadtplan befindet, auf eine Internetseite - dort lässt sich das Thema eingeben, um das sich Mrs. X' Pläne drehen. Danach erhält man weitere Tipps, die des Rätsels Lösung herbeiführen.

Schaufenster-Hinweise und Scotland-Yard-Inspiration

Die Suche nach Mrs. X ist eine Schnitzeljagd der anderen Art, nämlich ein sogenanntes Escape-Spiel. Organisiert wurde das Spiel von den Herrenberger Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen, darunter die Schulsozialarbeit, das Jugendhaus und die Mobile Jugendarbeit. „Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, was man in der Pfingstferienzeit so anbieten könnte", erzählt Lena Storkenmaier von der Mobilen Jugendarbeit. „Schnitzeljagden haben wir schon öfters organisiert, deshalb wollten wir mal ein bisschen was anderes machen." So sei irgendwann die Idee aufgekommen, die Hinweise in Schaufenstern zu verstecken. „Die Idee orientiert sich thematisch und vom Aufbau her ein bisschen an dem Spiel Scotland Yard", vergleicht Marina Bahnmüller, die als pädagogische Mitarbeiterin im Jugendhaus Herrenberg ebenfalls bei der Organisation des Mrs. X-Spiels beteiligt war.

Um den Fall Mrs. X so spannend wie möglich zu gestalten, haben die Sozialarbeiter eine Menge Zeit in das Projekt gesteckt. „Es war schon ein etwas größerer organisatorischer Aufwand, aber es hat auch eine Menge Spaß gemacht", gibt Lena Storkenmaier zu. „Man muss sich in so ein Spiel erst mal hineindenken und es ganz anders gestalten als beispielsweise einen Stationenweg." Außerdem sollte das Rätsel zwar auch ein bisschen verzwickt, aber dennoch lösbar sein. Das Fazit der Spieler, die sich bislang an der Schnitzeljagd versucht haben, fiel laut Marina Bahnmüller überwiegend gut aus. „Manche fanden es ein bisschen zu schwierig", räumt sie ein. „Aber wir wollten es diesmal eben nicht zu leicht machen." Knapp anderthalb Stunden haben zum Beispiel Mona Mayhoub und Tobias Schröder gebraucht, um hinter die Pläne von Mrs. X zu kommen. „Es ist eine nette Idee und vor allem bei gutem Wetter eine schöne Runde durch die Altstadt", findet die 23-Jährige. „Bis auf zwei Hinweise haben wir alles gefunden, allerdings muss man schon manchmal genauer hinsehen." Auch der 17-jährige Tobias Schröder hatte an dem Spiel seine Freude. „Die Abgrenzungen auf der Karte sind aber manchmal etwas ungenau, da muss man an manchen Stationen länger suchen."

Insgesamt dauert das Spiel etwa ein bis zwei Stunden, je nachdem wie fit und schnell man ist und wie zügig man die Hinweise findet. „Die Wege sind zwar nicht weit, aber es gibt relativ viele Punkte, die man finden muss", so Lena Storkenmaier. Spielen kann das Spiel übrigens im Prinzip jeder, benötigt werden nur ein Smartphone und der vorgegebene Stadtplan. „Kinder unter der Klasse 6 sollten aber vielleicht mit jemandem mitgehen, der sie dabei unterstützt", rät Lena Storkenmaier. Und falls man überhaupt nicht weiterkommt, sei auf der Internetseite des JRS-Fördervereins oder des Jugendhauses auch eine Handynummer hinterlegt. „Wenn man dort anruft, bekommt man auch den einen oder anderen Tipp."

(Artikel erschienen am 07.06.2021 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

HEY DU!
Bist du bereit deine Fähigkeiten zu testen?

In der Stadt Herrenberg warten 10 Prüfungen der Ninja Schule auf Dich. Wenn du dich erfolgreich den Herausforderungen gestellt hast, wirst du mit einer Urkunde belohnt! 

Das Stadtspiel „Ninja Schule“ startet
ab Dienstag, 25.05.21!

Vorher musst du nur die Karte und das Heft ausdrucken oder du holst dir bei der Mobilen Jugendarbeit in der  Bahnhofsstraße 18 beides ab (START).

Karte und Heft sind überall wo es Werbung gibt auch zum Download zur Verfügung gestellt. Beim Drucken beachten: Beidseitig und an der langen Kante formatieren.

Los geht`s!
Viel Spaß beim Prüfen Eurer Fähigkeiten!

Empfohlenes Alter:  6-12 Jahren

Dauer: ca. 2 Stunden

Getränke und Snacks helfen der Ausdauer!

Eure Herrenberger Sozialarbeiter/innen

(Schulsozialarbeit des Vereins für Jugendhilfe BB, Mobile Jugendarbeit und Jugendhaus)

 

Elternkarte:

Download der Elternkarte

 

Kinderkarte:

Download der Kinderkarte

 

Download des Begleitheftes

 

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