2025-12 Adventskalenderkonzert

Schüler brillieren mit Blasinstrumenten
 
Herrenberg: Das Adventskonzert der Jerg-Ratgeb-Realschule findet beim Publikum mit einem abwechslungsreichen und stimmigen Programm großen Anklang in der Kirche Sankt Martin.
 
von Gabi Weber-Urban, Gäubote Herrenberg, 19.12.2025
 

Konzentriert musizieren die Schüler beim Adventskonzert in der Kirche Sankt Martin.    GB-Foto: Holom

Das Adventskalenderkonzert der Jerg-Ratgeb-Realschule war ein veritabler Ohrenschmaus und die perfekte Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Mehr als 160 Schülerinnen und Schüler der Bläserklassen präsentierten sich hochkonzentriert und in bester Spiellaune. Und wie sich bei einem Adventskalender hinter den Türchen Überraschungen verbergen, so gab es im Laufe des Konzerts zwei Dutzend musikalische, literarische - und beim letzten Türchen sogar kulinarisch-gesellige - Überraschungen zu entdecken. Die Sankt-Martins-Kirche war rappelvoll. Zu Beginn des Konzerts waren alle Mitwirkenden im und um den Altarraum verteilt. Die jüngsten Teilnehmer standen vor dem Altar und waren, dem Anlass entsprechend, mit roten Weihnachtsmannmützen ausgestattet.

Den Fünftklässlern oblag der Start in den musikalischen Abend - und sie machten ihre Sache gut. Mit vor Aufregung oft roten Wangen warteten die Kinder, die erst seit Mitte September zusammen musizieren, geduldig auf ihren Einsatz. Unter der musikalischen Leitung ihrer Lehrerin Martina Karl-Hartmann gaben sie ihr Bestes. Unter den vier präsentierten Stücken waren so bekannte Weihnachtslieder wie „Morgen kommt der Weihnachtsmann" und „Jingle Beils". Nahtlos, zügig und wie am Schnürchen klappten die Wechsel. Schon standen die Sechstklässler auf ihren Plätzen und warteten auf das Zeichen ihrer Lehrerin Anja Pfeifer. Bereits beim Eingangsstück „Forrest Gump" fiel das gute Zusammenspiel der einzelnen Instrumentengruppen auf. Nach dem schwungvoll dargebotenen „Rudolph the Rednosed Reindeer" folgte „Circle of Life", bei dem die Klarinetten brillierten, ehe sich die Klasse mit „We Wish You a Merry Christmas" vom begeisterten Publikum verabschiedete.

Zwischen den einzelnen musikalischen Gruppen wurden „verbale Türchen" geöffnet. Den Anfang machte Schulleiter Alexander Riegler, der die Dankbarkeit in den Fokus seiner Begrüßungsansprache stellte und sich bei Musikerinnen und Musikern und dem Publikum bedankte. Rieglers Dank galt auch Gerhard Stocker, Vorsitzender des Fördervereins, für die dauerhafte großzügige Unterstützung der Bläserklassen und der katholischen Kirchengemeinde für die Überlassung des Raumes.

Yavuz Ata trägt Geschichte „Engel gesucht" vor

Die Schülerinnen Melina und Salome reflektierten die jährliche Vorweihnachtszeit, die mit großer Freude, aber auch mit viel Stress - etwa in Form zahlreicher Klassenarbeiten - verbunden ist, und hatten einen Geschenkvorschlag parat: ein freundliches und ehrliches Lächeln. Eva-Maria drückte in „Herzenswunsch" das Bedürfnis nach einem Engel aus, der die Menschen einfach mal in den Arm nimmt. Eine Aufforderung zum Nachdenken und Handeln stellte der Text von Leonie und Sophia „Wir handeln nicht, wir denken" dar. Die „SieBand", ein fusioniertes Orchester, bestehend aus Schülern der Klassen 7 und 8, erhielt für ihre Präsentation lautstarke Zustimmung des Publikums. Auf „Let It Go" folgten „Only Time" und „Christmas at the Movies", ein dialogisch aufgebautes Stück mit abwechselnden Passagen. Bei „Santa Rocks the House" erfüllten die rockigen Töne und Rhythmen des Stückes den Kirchenraum, was mit lauten „Bravo"-Rufen goutiert wurde. In der Geschichte „Engel gesucht" vorgetragen von Yavuz Ata, dem zweiten Konrektor der Schule - ging es darum, dass man bei der Suche nach Engeln nicht auf die Flügel achten darf, sondern auf ganz normale Menschen. So gesehen tummelten sich in der St.-Martins-Kirche ganz viele Engel.

Den Abschluss eines wunderbaren Konzertes bildete die „Big Band", geleitet von Alexander Riegler und Anja Pfeifer, die mit den beschwingten Tönen von „Christmas Swings" an die Musik von Glenn Miller erinnerte. Auf das getragen präsentierte gefühlvolle Stück „Lenas Song" folgte „Can You Feel the Love Tonight", bei dem sich Alexis Alvarenga als Gesangssolistin mit eindrucksvoller Stimme hervortat. Mit „Rock the Halls" verabschiedete sich die „Big Band" fulminant und setzte ein großes Ausrufezeichen hinter ein abwechslungsreiches und stimmiges Programm. Die vier Solisten - Leonie Haag (Posaune), Samuel Schmid (Posaune), Emily Münzberg (Tenorsaxofon), Leonie Todaro (Klarinette) erhielten für ihre mitreißenden Darbietungen Zwischenapplaus und „Bravo"-Rufe.

Aber nicht nur das Publikum zeigte sich von der Leistung der Musiker, die durch den ehemaligen Schüler Micha Berger (E-Bass) sowie dessen Bruder Paul (Schlagzeug) unterstützt wurden, mehr als angetan, auch Alexander Riegler bedankte sich mit einer tiefen Verbeugung vor seinen Musikern. Dass Musik eine universelle Sprache ist, die Menschen und Kulturen verbindet, zeigte sich im gemeinsamen Singen des Weihnachtslieds „Oh du fröhliche".

(Artikel erschienen am 19.12.2025 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

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