2014-11 Ausbildung Schulbusbegleiter 2014

Das Konzept hat sich bewährt
 
Herrenberg – Zum achten Mal hat das Schulzentrum Markweg in dieser Woche neue Schulbusbegleiter ausgebildet. 21 neue Schulbusbegleiter sind nun mit dabei, wenn die Busse dort aufbrechen.
 
von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg, 14.11.2014
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch
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neu ausgebildete Schulbusbegleiter im Schuljahr 2014/2015
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alle Schulbusbegleiter im Schuljahr 2015/2015
 
Der Schulstress kann schon im Bus beginnen. Doch mit dem richtigen Verhalten können alle Beteiligten eine entspannte Fahrt haben. Beim Schulbustraining am Herrenberger Markweg-Schulzentrum lernen Fünftklässler, was man im Bus machen sollte und was besser nicht.

 

Ein Schulbusbegleiter hat die Aufgabe, für Ordnung im Schulbus zu sorgen - denn Streit im Bus, das gibt es oft genug. Wo Hunderte von Schülern aus verschiedenen Schulen und Orten zusammen sind, da kann er kaum ausbleiben. Auch Zerstörungswut spielt immer wieder eine Rolle. Der Schulbusbegleiter geht dazwischen, lenkt ein. Das hat er zuvor geübt: „Es geht dabei um eine klare Ansprache", erklärt Hermann Rösch, Verkehrsbeauftragter an der Jerg-Ratgeb-Realschule im Markweg, die Methode. „Bitte hör damit auf!", so schaltet sich der Begleiter ein - „Keine Fragen, deutliche Aussage", erklärt der Lehrer. „Vielleicht kann er dabei auch die Hand auf die Schulter legen. Das kommt auf die Situation an". Der nächste Schritt, falls die Zanker, die Wüteriche sich als unzugänglich erweisen: Meldung beim Busfahrer, gegebenenfalls beim Verkehrsbeauftragten der Schule.

Dieses Konzept funktioniert vorzüglich, seit sieben Jahren schon. In jedem neuen Jahr schulten die Verkehrsbeauftragten der Markwegschulen, unterstützt von Präventionsbeauftragen des Polizeipräsidiums, 20 Schüler zu Busbegleitern. Hier geht es nicht darum, ein Amt zu besetzen, sondern darum, soziale Kompetenz zu erwerben. Einmal geschulte Schulbusbegleiter bleiben Schulbusbegleiter, erklärt Rösch, bis zum Ende ihrer Schullaufbahn - die Zahl der kompetenten Schüler wächst. Und die Nachfrage ist bemerkenswert groß: In diesem Herbst bekamen sogar 21 Schüler das Rüstzeug zur Deeskalation vermittelt - alleine an der Jerg-Ratgeb-Schule hatten sich 25 darum beworben, an der Ausbildung teilzunehmen. Ausgebildet wurden sie im Herrenberger Feuerwehrhaus. Die Wehr stellt den Schulen regelmäßig einen ihrer Räume zur Verfügung. Dahinter, erklärt Lutz Rasemann, der Verkehrsbeauftragte des AndreaeGymnasiums, steht auch die Idee, die Ausbildung ein wenig vom Schulbetrieb abzukoppeln. Ein Raum im Feuerwehrhaus war also an diesem Mittwoch wieder der Ort, an dem die künftigen Schulbusbegleiter ihre Aufgabe erst einmal ganz trocken einübten - dann ging es hinein, in den Bus eines Nagolder Busunternehmens, der in und um Herrenberg seine Runden drehen sollte - denn das ist näher am Leben. Die 21 Schüler teilten sich in zwei Gruppen, die eine übte die Konflikte im vorderen, die anderen im hinteren Teil des Busses.

(Artikel erschienen am 14.11.2014 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

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