2014-10 Fahrradkontrolle

Ergebnisse von Rad-Check und 15. Schulübergreifender Radkontrolle
im Schulzentrum Markweg

betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Auf Beschluss des „Schulübergreifenden Verkehrsausschusses der Markwegschulen“ wurde die Radkontrolle erstmals vor den Herbstferien durchgeführt um auch die Radfahrer/innen kontrollieren zu können, die nach den Ferien auf den Schulbus umsteigen.

Zudem war angeregt worden zuvor wieder einen kostenlosen Rad-Check durch Radhof Schill anzubieten und in diesem Zusammenhang auf die bevorstehende Radkontrolle mit Polizei hinzuweisen.

Verletzungsbedingt musste unser langjähriger Partner, Radhof Schill, den Termin absagen. Kurzfristig konnte jedoch Radsport Holczer für den Rad-Check-Termin gewonnen und über die verschiedensten Informationskanäle angekündigt werden.

Bei wechselhaft, feuchtem Wetter positionierte sich Radsport Holczer mitten im Campus mit einem Pavillon. Das 4-köpfige Team konnte so am Donnerstag, 16. Oktober in der Zeit von 12:15 Uhr bis 13:45 Uhr den Check-Rekord mit 26 Rädern aufstellen.

Fehlende Reflektoren und Klingeln, abgefahrenen Reifen, schlecht eingestellte Bremsen, zu geringer Luftdruck oder auch zu niedrige Sattelhöhen gab es ebenso zu bilanzieren und zu beheben wie eine Vielzahl loser Schrauben zu fixieren.
Extrem und lebensgefährlich war dabei ein Lenkervorbau, der nicht etwa wegen einer eingebauten Federung beweglich war, sondern bei dem sich mehrere Schrauben gelöst hatten.

 

Am Mittwoch, 22. Oktober 2014, fand dann in der Zeit von 7:15 Uhr bis 7:40 Uhr die 15. „unangekündigte“, schulübergreifende Radkontrolle im Markweg statt. Zum achten Mal ist dies für Jugendliche ab 14 Jahren bei Mängeln am Fahrrad mit einer Anzeige beim Landratsamt und einem Bußgeldbescheid verbunden.

Da in der Vorwoche 171 und zum Wochenanfang 150 Räder in den schulischen Abstellanlagen gezählt werden konnten, musste schulübergreifend ein großes Kontrollteam aufgestellt werden. Dieses bestand dann, trotz stürmischer Nacht und Temperatursturz, aus 6 Polizeibeamten, 8 Lehrkräften und 5 Elternvertreterinnen sowie Herrn Härther vom Städtischen Vollzugsdienst.

Die Kreiszeitung konnte leider ihre Zusage zur Teilnahme und Berichterstattung aufgrund der Sturmschäden in der Nacht nicht halten.

Bei nur noch 8°C und nasskaltem Wind konnten daher nur noch 67 Räder gezählt werden.

Beanstandet wurden:

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Die Zahl der Beanstandungen belief sich - nach dem kostenlosen Rad-Check und der begleitenden Infokampagne - mit 16 von 67 Rädern auf den Rekordwert von „nur noch“ 23,8%
(2013: 53,1%, 2012: 38,8%, 2011: 40,2 %; 2010: 61,4%).
2005 gab es bei der schulübergreifenden Kontrolle, ohne Polizei, noch 79% Beanstandungen!

Positiv stimmen lässt zudem die Helmtragequote, die von den Elternvertreterinnen festgehalten wurde. 57,9% (Vorjahr 59,4%) der RadlerInnen waren mit Fahrradhelm unterwegs und damit

  • glänzt der Markweg einerseits wieder mit einem Ergebnis weit über dem Bundesdurchschnitt von 19% in dieser Altersgruppe,
  • sind aber leider immer noch 28 von 67 SchülerInnen ohne Helm unterwegs und das, obwohl nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Schädel-Hirn-Traumen häufige Folge von bei Radunfällen erlittenen Kopfverletzungen und häufigste Todesursache solcher Verletzten sind. Radhelme können eine große Anzahl schwerer Kopfverletzungen verhindern oder mildern (s. www.schuetze-dein-bestes.de).

Die Aufklärungsbemühungen haben bei den Radfahrerinnen im Markweg also wieder deutlich Wirkung gezeigt und der bereits im Vorjahr auffällige JRS-Schüler und dessen Eltern werden durch die nun erfolgte Anzeige hoffentlich auch zur verkehrssicheren Ausrüstung angehalten. Das verkehrssichere Fahrrad, sieht laut ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) so aus:

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Seit ca. 4 Jahren sind die City-Roller/Scooter und seit diesem Schuljahr zusätzlich die kleinen Skateboards vom Board-Hersteller Penny, daher PennyBoards oder PennyCruiser genannt, bei Verkehrsbeobachtungen ins Blickfeld geraten.

Diese gelten laut Straßenverkehrszulassungsordnung als Sportgeräte. Unbeleuchtet, ohne Klingel dafür aber z.T. mit hohen Geschwindigkeiten kreuzen die Scooter- und Board-Fahrer/innen die Fußgängerströme und den fließenden Verkehr - in dieser Form eine enorme Gefahr für alle Beteiligten.
Die beobachtenden Elternvertreterinnen hielten zudem im Detail fest:

  • 18 Cityroller/Scooter:
    > 13 ohne Beleuchtung und nur 2 mit Beleuchtung; 3 SchülerInnen trugen „vorsichtshalber“ ihren Roller in der Hand,
  • 6 BoarderInnen:
    > Keine/r mit Helm aber immerhin bereits 1 Board mit blinkenden Leuchtrollen.

Dementsprechend muss hier von allen Seiten Aufklärungs- und Präventionsarbeit betrieben werden!
Neben dem vorausschauenden, verkehrssicheren Verhalten und der Schutzausrüstung ist insbesondere die Sichtbarkeit in der dunklen Jahreszeit lebenserhaltend, denn:

Reflex-Material ist im Abblendlicht eines Autos aus 140 Metern Distanz sichtbar und ermöglicht, rechtzeitig zu reagieren und einen Unfall zu verhindern. (Sichtdistanzen: dunkel gekleidet = 25 Meter, hell gekleidet = 40 Meter.)

(Für das Rad-Kontrollteam im Markweg Lutz Rasemann, Verkehrsbeauftragter, AGH)
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