Schulbusbegleiter Projektbeschreibung


Schulweganlalyse / Impuls:

Schulweganalyse und Busprobleme gehören zu den Tagesordnungspunkten, mit denen sich der Schulübergreifende Verkehrsausschuss der Markwegschulen alljährlich zu Schuljahresbeginn befasst und mit den Busunternehmen, dem Ordnungsamtsleiter und dem Leiter des Herrenberger Polizeireviers abstimmt.
Folgerichtig wurden

1. „Das Verhalten am und im Bus“ seit Einführung des schulübergreifenden, gemeinsamen Verkehrssicherheitstages für die Klassen 8 , seit 2005, als Programmpunkt angeboten,
2. Aufgrund der positiven Resonanz des Bus-Programmpunktes beim Verkehrssicherheitstag, seit 2006/2007 schulübergreifend für alle 5. Klassen ein entsprechendes Bus-Projekt - ebenfalls in Kooperation mit den Busunternehmen und dem WBO – Württembergischen Omnibusverband - durchgeführt.

Die Auftaktveranstaltung zur Schüler-FAIR-kehr Kampagne im Herrenberger Schulzentrum Längenholz stieß daher am 11. September 2007 auf ein entsprechendes Interesse bei den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern des Verkehrsausschusses der Markwegschulen.


Ausbildungsinhalte:

In den 2 Ausbildungstagen werden im theoretischen Teil folgende Themenbereiche behandelt:

- Verkehrssicherheit beim Ein- und Aussteigen
- Verkehrssicherheit während der Fahrt
- Erscheinungsformen von Gewalt und Konflikten
- Verständnis von der Dynamik von Gewaltprozessen
- Frühzeitiges Erkennen von Konfliktsituationen
- Kommunikation in kritischen Situationen – deeskalierende Gesprächsführung
- Konfliktbegünstigende Verhaltensweisen
- Stressfaktoren und deren Kontrolle bei Gefahren – Praktische Übungen
- Verhalten bei Vorfällen
- Reflektion der Erlebnis- und Gefühlswelt von Konfliktbeteiligten
- Vorteile und Möglichkeiten der Teamarbeit
- Rahmenbedingungen und Routinen in der Schulbusbegleitung
- Wahrnehmung eigener Grenzen
- Rechte und Pflichten als Schulbusbegleiter
- Übungen zum Gelernten
- Arbeitsfeld Busfahrer - Busunternehmer

Der Praxisteil umfasst:

- Bustraining – orientiert an dem o. g. Bus-Projekt für die Klassen 5
- Praktische Übungen zum Gelernten im Bus



Projektpartner:

- Polizeidirektion Böblingen, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
- 5. Bereitschaftspolizeiabteilung Böblingen
- Fa. Däuble Omnibusreisen
- Fa. Nagoldtalreisen
- Kreisverkehrswacht Böblingen
- Feuerwehr Herrenberg
- Andreae-Gymnasium mit Elternbeirat, Förderverein „efa“, Foto-AG und Schulsanitäts-AG
- Jerg-Ratgeb-Realschule mit Elternbeirat und Förderverein
- Vogt-Hess-Grund- und Hauptschule (in der Vorbereitung und Umsetzung)


Evaluation:

Nach einem Zeitraum von ca. 3 Monaten nach der Ausbildung wird eine Fragebogenaktion durchgeführt. Busfahrer, Schulbusbegleiter/innen und Busschüler/innen werden hierbei über Veränderungen befragt.
Eine Erhebung über Anzahl und Inhalt der Meldungen durch die Schulbusbegleiter/innen soll dies ergänzen.


Ausblick:

Bei einem Schulzentrum mit insgesamt 2.422 Schülerinnen und Schülern und einem Buseinzugsbereich der 3 Linien mit je 2-3 Bussen zu den Schulanfangs- und -endzeiten am Vor- und am Nachmittag umfasst, ist zu erwarten, dass sich der Einsatz von zunächst nur 20 Schulbusbegleiterinnen und Schulbusbegleitern zwar positiv auswirkt aber kontinuierlich ausgebaut werden muss.


Ziele:

• Schulbusbegleiter sollen helfen, dass Schüler/innen stressfrei und ohne Angst von zu Hause in die Schule und wieder zurück kommen.

• Verringerung der Begehung von Straftaten (Vandalismus) in öffentlichen Verkehrsmitteln.

• Verstärkte Einbindung der Schüler und des Fahrpersonals führen zu einer Erhöhung des Entdeckungsrisikos.

• Das Sicherheitsempfinden in öffentlichen Verkehrsmitteln wird gestärkt.

• Schulbusbegleitern soll das Vertrauen in sich selbst gestärkt und dadurch richtig verstandenes zivilcouragiertes Auftreten ermöglicht werden.

• Soziale Kompetenzen wie gesellschaftliche Mitverantwortung, Konfliktfähigkeit und Teamverständnis werden bei den Schulbusbegleitern gefördert.

Beiträge über Verkehrserziehung