Trinkbrunnen für die Mensa

 
Weit mehr als ein besserer Wasserhahn
 
Markweg-Schüler können ihren Durst nun am neuen Trinkbrunnen in der Mensa löschen
 
von Esther Elbers, Gäubote Herrenberg, 02.12.2009

betreuender Lehrer: Dirk Hasenbusch

"Aquamenti - Wasser sprudele!", bemühte Gerhard Stocker, Vorsitzender des Fördervereins der Jerg-Ratgeb-Realschule, gestern einen Zauberspruch von Harry Potter. Und tatsächlich erwachte der neue Trinkbrunnen in der Mensa des Markweg-Schulzentrums zum Leben. 
 

2009-12 Gaeubote Einweihung Trinkbrunnen web
GB-Foto: Holom
Wasser marsch für den Trinkbrunnen in der Markweg-Mensa: Hanna Riehm (vorne) enthüllte das Gerät und zapfte das erste Glas Wasser

Geburtstagskind Hanna Riehm, die ges­tern 16 Jahre alt wurde, enthüllte den Trinkbrunnen aus Edelstahl samt Spen­dertafel und durfte das erste Glas Wasser zapfen. „Schmeckt gut. Das werde ich oft nutzen", sagte die Achtklässlerin der Jerg-Ratgeb-Realschule. Auch die anderen Teilnehmer der kleinen Einweihungsfeier testeten, wie das Wasser mundet, das es auf Knopfdruck in den Varianten „Clas­sic", „Medium" und „Still" gibt. Unter den Anwesenden befanden sich Vertreter der Fördervereine der Markweg-Schulen - die drei Vereine haben den Trinkbrunnen mit Kosten in Höhe von 5 000 Euro finanziert. Außerdem waren die Leiter des Andreae­-Gymnasiums, der Jerg-Ratgeb-Realschule und der Vogt-Heß-Schule zugegen sowie Vertreter der Stadtverwaltung, des Klinik­verbunds, des Elternbeirats, Lehrer und Schüler.

 „Die Idee für den Trinkbrunnen ist im Arbeitskreis der Markweg-Mensa schon vor einiger Zeit entstanden", erklärte An­gela Schulz, Leiterin des Andreae-Gymna­siums, im „Gäubote"-Gespräch. Denn es soll gewährleistet werden, dass die Kinder und Jugendlichen im Laufe des Schultages ausreichend Wasser zu sich nehmen. „Flüssigkeit ist auch für die Denk- und Merkfähigkeit wichtig", verdeutlichte An­gela Schulz. Bereits seit rund zwei Jahren gebe es im Andreae-Gymnasium einen Wasserspender, der von den Schülern gut angenommen werde. Mit dem Trinkbrun­nen in der Mensa können sich die Schüler aller drei Schulen von elf bis 14 Uhr mit Wasser versorgen - und zwar kostenlos. Das Gerät ist mit einer Zeitschaltuhr ge­steuert, die die Benutzung von montags bis freitags begrenzt, „so dass eine ausschließ­liche Nutzung durch den Schulbetrieb sichergestellt ist", erläuterte Gerhard Sto­cker, Vorsitzender des Fördervereins der Jerg-Ratgeb-Realschule. Der Trinkbrun­nen sei nicht nur ein „besserer Wasser­hahn" - vielmehr handele es sich um mo­dernste Technik. So wird das Trinkwasser aus der Leitung in dem Gerät gefiltert, aufbereitet und je nach Wunsch mit Koh­lendioxid angereichert

Die Stadt Herrenberg übernimmt die laufenden Kosten für den neuen Trinkbrunnen in dem Schulzentrum im Mark­weg. Der Klinikverbund Südwest, der für das Mensa-Essen zuständig ist, stellt die Gläser zur Verfügung. Die Schüler können sich aber auch ihre eigenen Trinkflaschen mit dem Brunnen-Wasser füllen - bei­spielsweise nach dem Sportunterricht. Stocker: „Ich wünsche allen Nutzern der Mensa, dass der Brunnen niemals versiegt und stets frisches Wasser zum Trinken be­reithält."

(Artikel erschienen am 02.12.2009 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)